Integra gGmbH - Gemeinnützige Gesellschaft für soziale Arbeit

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Integrative Konzepte stoßen auf internationales Interesse

Miyuri Yamasaki – ein exotisch klingender Name für Odenwälder Ohren. Hierbei handelt es sich nicht um eine neue asiatische Gaumenfreude im Catering-Angebot der Integra, sondern um eine junge Frau aus Japan. Die 20-jährige Studentin der Universität von Kyushu/Japan absolvierte im Rahmen einer Studienreise in der Zeit vom 9. bis 25. März ein Praktikum in der Hauptküche der Integra.

Miyuri Yamasaki studiert in Japan Energiewissenschaften und ist eine von sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der diesjährigen Studienreise nach Deutschland unter Begleitung von Professor Andreas Stefan Kasjan. Bevor die Studetentinnen und Studenten in der Faschingswoche ihre Praktikumsstellen antraten, besuchte die Gruppe den integrativen Supermarkt CAP in Höchst. Professor Kasjan wollte den Studentinnen das integrative Konzept und die praktische Umsetzung näher bringen. Jörg Hofferberth, Pädagogischer Leiter im CAP-Markt empfing die Gruppe und informierte über die Integration behinderter Menschen in den ersten Arbeitsmarkt. Bei einem Rundgang durch den Supermarkt konnten sich die japanischen Gäste ein Bild von dem Erfolgskonzept machen.

Seit 1986 unterrichtet der Pfungstädter Professor Andreas Stefan Kasjan an der Universität von Kyushu Deutsch. In Japan ist Deutsch die zweitstärkste Fremdsprache. Sie zählt damit zu den Hauptfächern an japanischen Universitäten. Seit 2005 kommt Kasjan jedes Jahr mit einer kleinen Auswahl seiner Studentinnen und Studenten nach Deutschland – speziell in den Odenwald. Während des vierwöchigen Aufenthaltes waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einzeln in Gastfamilien untergebracht. In der ersten Woche fand am Vormittag ein Deutschkurs an der Carl-Weyprecht-Schule in Bad König statt. Nachmittags standen Erkundungstouren durch den Odenwald auf dem Programm. Aber auch das landestypische Essen wurde erkundet. So machten die jungen Japanerinnen und Japaner gleich in den ersten Tagen Bekanntschaft mit Kochkäse, Handkäse, Sauerkraut, Bratkartoffeln, Blut- und Leberwurst. In den restlichen drei Wochen absolvieren die Studentinnen und Studenten in verschiedenen Firmen im Odenwald Praktikas.
Im Vordergrund der jährlichen Deutschlandreisen steht immer das Vertiefen der deutschen Sprache. Sprachlich sowie landeskundlich werden die Teilnehmer ein Jahr lang intensiv auf die Zeit in Deutschland vorbereitet.

Miyuri Yamasaki lernte im dreiwöchigen Praktikum nicht nur die täglichen Arbeitsabläufe in einer Großküche kennen. Tageweise war sie in anderen Ausgabeküchen wie z.B. in der Schule am Sportpark eingesetzt. Betriebsleiter Michael Weber sorgte dafür, dass Miyuri Yamasaki auch die weiteren Einrichtungen der Integra kennenlernt, die die Hauptküche täglich mit Essen versorgt. Tatkräftig unterstützte die Japanerin die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Küchencrew. Beim Gemüse schneiden, Kartoffeln schälen und anbraten haben beide Seiten auf intensive Weise interkulturelle Kommunikation erfahren.