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Cajon & Didgeridoo - Hergestellt im Tagwerk der integra
Arbeitsbereich der Werkstatt für psychisch Kranke spezialisiert sich auf Instrumentenbau
Erbach. Klänge aus dem fernen Peru oder von „Down under“ sind immer mal wieder im Erdgeschoss des ehemaligen Fabrikgebäudes der Rowenta in der Friedrich-Ebert-Straße in Erbach zu hören. Im Tagwerk der Integra hat man sich seit Ende 2010 auf den Bau von Instrumente – Cajónes und Didgeridoos – spezialisiert.
Die Werkstätten der Integra GmbH bieten als anerkannte Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) an derzeit drei Standorten über 300 Menschen mit Behinderung je nach Fähigkeit und Neigung einen Arbeitsplatz in verschiedensten Tätigkeitsbereichen. Im Arbeitsbereich Instrumentenbau werden zwischen sechs und acht Menschen mit einer psychischen Erkrankung eingesetzt und fertigen unter fachlicher Anleitung perkussive und rhythmische Musikinstrumente – für Jedermann!
Cajónes oder „Kistentrommel“ werden inzwischen nicht mehr nur in Peru oder in Kuba, sondern weltweit – ja sogar im Odenwald – hergestellt. Inzwischen hat sich das Instrument fast überall etabliert, da es mit relativ wenig Aufwand eine schlagzeugimitierende Funktion erfüllt. Ursprünglich wurden Cajónes auf einem Schemel sitzend zwischen die Schenkel geklemmt gespielt. Heute sitzt man üblicherweise auf dem Cajón. Der interessante Klang entsteht durch das Korpusmaterial, die -dimension, Schlagplatte und verwendeten Snare-Effekt.
Die Integra-Cajónes gibt es in drei verschiedenen Produktlinien und sind beidseitig bespielbar und handgefertigt. Die Schlagflächen bestehen aus qualitativ unterschiedlichen Holzplatten. Auch der Korpus besteht aus Holz, wobei zwischen Birke mulitplex und Buche massiv ausgewählt werden kann. Individuelle Kundenwünsche in Bezug auf Schlagplatte, Farbgestaltung und Maße werden im Tagwerk erfüllt.
Das Didgeridoo ist ein traditionelles Blasinstrument der nordaustralischen Aborigines. Den Ureinwohnern Australiens diente als rhythmisches Begleitinstrument für Gesänge und Tänze. Im Gegensatz zu den Aborigines werden die Didgeridoos der Integra aus heimischen Hölzern und nicht aus von Termiten ausgehöhlten Eukalyptusstämmen hergestellt. Und die Odenwälder Didgeridoos z.B. aus heimischer Birke werden mit Malereien verziert. Auch hier gilt, dass Kundenwünsche in Bezug auf Holzart, Tonhöhe und Farbgestaltung erfüllt werden. Das Didgeridoo als obertonreiches Blasinstrument stammt aus der Familie der Aerophone. Länge und Form, die Abfolge verschiedener Volumina, gebildet durch Verengungen, Aufweitungen, Fraßspuren etc., ist entscheidend für den Klang, die Tonhöhe und Spielbarkeit des Grundtones. Alle Instrumente, die im Arbeitsbereich Instrumentenbau entstehen, werden vor dem Verlassen bzw. Verkauf getestet. Zusätzlich wird ein Zertifikat für jedes individuelle Stück angefertigt. Die Instrumente sind neben den „Schrägen Vögel“, ebenfalls hergestellt im Tagwerk der Integra, weitere Eigenprodukte mit denen sich Werkstätten für behinderte Menschen am Markt platzieren können.
Ansprechpartner für weitere Informationen und Gruppenleiter ist Norbert Reichard, Tel. (06062) 9440-37.
